Junge Studenten gründeten am 27. Juli 1922 die farbentragende Verbindung Rheno-Baltia, drei Jahre nach der Wiederbegründung der Universität zu Köln. Der Cartellverband der katholischen Studentenverbindungen nahm sie 1926 in seine Reihen auf.

Von Anbeginn trieben Rheno-Balten viel Sport. Auf der 57. Cartellversammlung 1927 in Münster erbrachten sie, zugleich als jüngste Verbindung des Verbands, die beste sportliche Gesamtleistung und erhielten dafür einen Ehrenpreis des Reichspräsidenten. Zwei Jahre später bestätigte die 59. Cartellversammlung Rheno-Baltia als vollberechtigte Verbindung.

Nach der Machtergreifung begannen die Nazis mit der Gleichschaltung aller Organisationen. Der Cartellverband beschloß auf der 63. Cartellversammlung 1935 seine Selbstauflösung. Die Rheno-Balten folgten mit der Suspendierung ihrer Verbindung.

Am 7. März 1947 rekonstituierte sich Rheno-Baltia, zunächst unter dem Namen "Studentengruppe Thomas". Die Bildung von Korporationen war durch die britische Militärregierung noch verboten.
Der Cartellverband erstand 1950 wieder. Der Philistersenior der Rheno-Baltia, General Heinz Hükelheim, wirkte maßgeblich am Erstarken des CV mit. Die Rheno-Balten erwarben 1963 ihr jetziges Haus.

Die Verbindungsgeschichte der KDStV Rheno-Baltia im CV zu Köln hat unser 1996 verstorbener Bundesbruder Dr. phil. Dr. jur. h.c. Adolf Klein, Senatspräsident am Oberlandesgericht Köln, aufgeschrieben

(Die gerettete Fahne, Köln 1987, Verlag Wienand).