Im September 1997 gründeten 10 Rheno-Balten die Rheno-Balten-Indien-Hilfe e.V. aus der Überlegung heraus, dass wir als katholische Akademiker und CVer, die sich dem Prinzip scientia verpflichtet fühlen, über den heimischen Tellerrand hinausblicken und Verantwortung auch dort zeigen müssen, wo in einer unterprivilegierten Umgebung junge Menschen ohne äußere Hilfe nicht in der Lage sind, an Bildung und Ausbildung teilzuhaben und damit den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Satzungszweck ist daher die Förderung der schulischen Ausbildung indischer Kinder, insbesondere die finanzielle Unterstützung bedürftiger Kinder zur Förderung des Schulbesuche und die Finanzierung/Bezuschussung von Schulen und von Lernmaterial.

Die Rheno-Balten-Indien-Hilfe e.V.  engagiert sich  z. Zt. in zwei Objekten,

                                            im Projekt Digboi

                                               im Projekt Nipania.

Der Ort Digboi liegt in der Provinz Assam und das Projekt besteht in der direkten finanziellen Unterstützung der schulischen Ausbildung von jährlich 6 Mädchen unmittelbar im Dorf selbst, die den Mädchen anschließend eine einfache Berufstätigkeit ermöglicht sowie einer anspruchsvolleren Schulausbildung von jährlich 6 weiteren Kindern (z. Zt. 5  Mädchen und 1 Junge) in einem Hostel (Internat).



Der Ort Nipania liegt auf einer kleinen Insel im Mündungsgebiet des Mahanadi-Flusses an der Küste des Golfs von Bengalen in der Provinz Orissa. Die ca. 800 Einwohner leben in ärmlichsten Verhältnissen in Schilfhütten. Die Insel liegt 2m über NN und ist immer wieder von gefährlichen Überschwemmungen bedroht. Die nächste Schule liegt stundenweit entfernt und ist oft über die Wasserwege und verschlammten Pfade nicht zu erreichen. Die Kinder wurden daher von den Eltern lieber zur Kinderarbeit herangezogen als in die Schule geschickt.

In Nipania haben wir den erstmaligen Bau einer Schule und deren Einrichtung und Ausstattung mit Lernmaterial finanziert und dieses Projekt zusammen mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes („Erde der Menschlichkeit„) durchgeführt, das die gesamte Organisation der Bauarbeiten und des Schulbetriebes vor Ort übernahm.



Die mit 18 Stahlbetonsäulen zweigeschossig errichtete Schule ist das einzige feste Gebäude des Ortes und bietet in seiner stabilen – schon mehrfach in dieser Gegend erprobten -  Bauweise den Dorfbewohnern erstmals wirksamen Schutz bei Katastrophen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen und ähnlichem und hilft so, Leben zu retten. Ein Teil der Katastrophenvorsorge ist die Ausstattung des Zentrums mit haltbaren Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser, einer Notapotheke und anderen notwendigen Dingen, um im  Katastrophenfall den Schutzsuchenden das Überleben zu sichern, bis Hilfsmaßnahmen von außen das Dorf erreichen.



In der Schule unterrichten 3 Lehrer die rund 100 Kinder, wovon ein Lehrer (Lehrassistent) vom indischen Statt besoldet wird, die beiden anderen, über terre des hommes ausgebildeten Lehrer (eine Lehrerein und ein Lehrer) werden z. Zt. von der Rheno-Balten-Indien-Hilfe e.V. finanziert. Seit Aufnahme des Schulbetriebes konnte die Kinderarbeit in Nipania immer weiter zurückgedrängt werden.

Die Dörfler nutzen das Erdgeschoß des Schul- und Schutzzentrums außerdem zu verschiedenen Anlässen wie Hochzeiten, Familienfeiern, Festen etc. und sammeln im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten für den zukünftigen Unterhalt des Gebäudes. Auch Dorfversammlungen und verschiedenste Treffen werden in dem Schulgebäude abgehalten. Die Jugendlichen des Dorfes nutzen es als ihr Kulturzentrum. Das Schul- und Schutzzentrum ist in das Dorfleben sehr gut integriert, und ein Gefühl der Verantwortlichkeit für das Zentrum ist entstanden. Unter Anleitung der von terre des hommes hierfür besonders geschulten beiden Lehrkräfte wurden Frauen- und Selbsthilfegruppen sowie eine Konfliktlösungsgruppe gebildet, die ebenfalls in dem Gebäude tagen, und eine Kinderkrippe wurde eingerichtet.



Die Rheno-Balten-Indien-Hilfe e.V. finanziert die beiden Projekte zu etwa 20 % aus den Beiträgen ihrer Mitglieder und zu 80 % aus Spenden, wobei erfreulicherweise sehr oft auch Geburtstage zum Anlass genommen werden, statt Geschenken um eine Spende an die Rheno-Balten-Indien-Hilfe e.V. zu bitten.

Die Mitgliedschaft in der Rheno-Balten-Indien-Hilfe e.V. steht jedem offen, sie ist nicht an irgendwelche speziellen Voraussetzungen gebunden, insbesondere nicht an die Mitgliedschaft zur KDStV Rheno-Baltia oder zu irgendeiner Religion.

Der Verein ist von der Steuerbehörde als gemeinnützig anerkannt und kann daher über Beiträge und Spenden steuerwirksame Zuwendungsbestätigungen ausstellen. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt z. Zt. 20,- EUR.


Konto der Rheno-Balten-Indien-Hilfe

Indien-Hilfe e.V.
Konto-Nr.: 530 088 84
BLZ: 300 501 10
Stadtsparkasse Düsseldorf